Veranstaltung der Stadt Hagen zum Gedenken an die Holocaustopfer in der GE Haspe

Am letzten Freitag, dem. 27.1., fand die zentrale Veranstaltung der Stadt Hagen anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus in der Gesamtschule Haspe statt. Im mit ca. 300 Schülerinnen und Schülern gut gefüllten Pädagogischen Zentrum der Schule erinnerten in ihren Reden Oberbürgermeister Eric O. Schulz, Frank Fischer als Vertreter der Gesellschaft für christlich – jüdische Zusammenarbeit und Lars Budde als Schulleiter an die Opfer des dritten Reichs und betonten die Bedeutung des Gedenkens für die Gegenwart und die Zukunft der Gesellschaft. Von den Schülerinnen und Schülern des Leistungskurses Geschichte wurden selbst verfasste Texte verlesen, die unter dem Eindruck einer Studienfahrt in das Konzentrationslager Buchenwald verfasst worden waren. Die Eindrücklichkeit der Texte wurde durch Bilder und durch die von Nils Overdick (Jahrgangsstufe Q2) komponierte Musik noch verstärkt. Die SV der Schule konnte ihre Aktivitäten der letzten Jahre eindrucksvoll darstellen und damit dokumentieren, dass die Mitgliedschaft im Bündnis „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ an der GE Haspe gelebt wird. Für die musikalische Umrahmung sorgte der Schüler Leeroy Harms (Jg. 10). Als Gäste nahmen Vertreter des Rats der Stadt Hagen, Mitglieder der jüdischen Gemeinde Hagens sowie Cemile Giousouf (MdB) und Ulrich Alda (MdL) teil.

„Ich befinde mich an der Stelle im Lager, an der heute eine besondere Gedanktafel an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Diese Tafel hält immer eine Temperatur von 37 Grad und symbolisiert damit die Körpertemparatur eines Menschen und Wärme an einem Ort der Kälte. Hier sind die Länder genannt, aus denen die Opfer Buchenwalds stammen. Aber auch an die kulturelle Zugehörigkeit (wie etwa Juden, Sinti und Roma) sowie an Staatenlose wurde bei Errichtung der Gedenktafel gedacht. Hier finden alle Opfer einen gemeinsamen Ort der Erinnerung.“      Lena N.