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ROCK GEGEN RECHTS

 

 

Mit dem 11. ROCK GEGEN RECHTS am Samstag, dem 09.April 2011 setzt die SV-GE Haspe zum wiederholten Male ein starkes Zeichen gegen Diskriminierung, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt. Überschattet wird das Engagement in diesem Tagen durch das Erdbeben und die Reaktorkatastrophe in Fukushima. Die SV der GE Haspe solidarisiert sich ausdrücklich mit den in Japan betroffenen Menschen.

 

Leider kann die auf den Plakaten noch angekündigte Band „Chaoskinder“ nicht auf dem 11. Rock gegen Rechts auftreten. Die Band musste ihre Teilnahme aus persönlichen Gründen absagen. Die SV der GE Haspe bemüht sich derzeit um einen Ersatz und wird ihn gegebenenfalls an dieser Stelle ankündigen.

 

Es werden also nach heutigem Stand folgende Bands für uns abrocken:

 

Joormade (Groove-Rock aus Hagen) http://www.joormade.de/
Sind eine junge aufstrebende Band aus vier im Durchschnitt 20 Jahre alten jungen Herren, die ihr Können nicht nur beim Seegeflüster sowie dieses Jahr bei den Bandwettbewerben "SchoolJAM" und "Emergenza" unter Beweis stellen konnten, sondern auch auf ihrer aktuellen CD.

 

Ratatouille (Ska aus dem Ruhrpott) http://www.ratatouille-banda.com/
Die Band sagt über sich:
„Die beste Musik der Welt ist dieser Ska. Hat sich selbst überholt auf der Offbeat-Autobahn vom jamaikanischen Boogie-Woogie über alle Ozeane bis in die WG-Küche des weltweiten Musik-Undergrounds, mit einem Kofferraum voll Coolness, Euphorie und Druck, während er seinem Sohnemann Reggae an der Tanke noch kurz'n Fünfer für was Süßes in die Hand drückte." Für die Skaband Ratatouille aus dem schönen Ruhrpott war das immer klar, und während andere mit Indie oder wie das heißt hantierten, machten sie es sich in ihrer Nische bequem: Immer auf der Suche nach dem besten Groove, der schönsten Melodie, und den passenden Schnittstellen zu Reggae, Soul, Swing und Konsorten. Ob bläsergetriebene Uptempo-Songs oder entspannt souliger Traditional Ska mit Pop-Appeal: Die heilende Wirkung auf alle Beteiligten konnte in einer seit 2003 laufenden Studie auf ungezählten Bühnen bewiesen werden, etwa mit den Toasters oder dem New York Ska-Jazz Ensemble. Live packen die Neun auch gerne mal einen Polka-Kracher von ihrem Debüt „Techno“ aus. So wurden von Holland bis Berlin, von Passau bis Zürich Fähnchen in den platt getanzten Acker gesteckt, darauf geschrieben: Ratatouille – Offbeat Disko Supergroup!

 

Besser als Gestern (deutschrachiger Alternativ Rock-Pop) http://www.besseralsgestern.de/
„Wir sind eine junge Band zwischen 16-18. Wir stehe für Freude an der Musik und beschäftigen uns in unseren Texten mit Probleme von Jugendlichen und wollen damit zum Denken anregen. Die Kombination von Pop-Elemente und harte Gitarren-Riffs ist unser Markenzeichen!“ so der Band-Drummer Jonas Wagener, der an der GE Haspe kein Unbekannter ist. Schon im Alter von knapp neun Jahren spielte Jonas in der Band, die den Schulzirkus Basinastak begleitete.

 

Watch it Crash (Punk/Reggae/Ska aus Gevelsberg) www.myspace.com/watchitcrash
Watch it Crash kontrastieren harten Punk der 70/80er mit melodischen Bläsern und Tanzeinlagen. Die (Live-)Stimmung bei dieser Newcomer Band ist überzeugend und viel versprechend. Trotz ihres jungen Alters (Durchschnitt 18) zeigen sie mit ihren schnellen Gitarren, dem geprügelten Schlagzeug und dem rotzigen Gesang so manch altem Punk wo es lang geht.

 

Michael Haake

 

STERNLAUF AM 9. NOVEMBER

 

Auch in diesem Jahr waren wieder viele Schülerinnen und Schüler beim Sternlauf mit dabei, hier der Zeitungsbericht:

 

Evangelische Jugend organisierte zum zehnten Mal den Sternlauf zur Pogromnacht – Rund 950 Jugendliche beteiligen sich

 


Sally Perel nahm die deutsche Jugend in die Verantwortung

 


Hagen. Mit dem Sternlauf zur Pogromnacht geht ein ereignisreiches Projekt seinem Ende entgegen. Der Jugendring Hagen hat Sally Perel- der als Hitlerjunge Salomon bekannt wurde- eingeladen, um Jugendlichen sein Leben zu erzählen. Seit Mittwoch vergangener Woche bis zum gestrigen Sternlauf hat es sieben Schulveranstaltungen, sowie eine Abendveranstaltung im Melanchtongemeindehaus in Boele gegeben.
An diesen Veranstaltungen haben insgesamt 1950 Schülerinnen und Schüler teilgenommen. In allen Veranstaltungen hat Sally Perel die Geschichte erzählt wie er als jüdischer Junge in der Hitlerjugend überlebt hat.
Die Jugendlichen haben ihn als authentisch, aber auch verständnisvollen und humorvollen Zeitzeugen erlebt. Am Ende seines Berichtes sagte er zu den Jugendlichen: ,,Nun seit ihr auch Zeitzeugen, denn ihr kennt mich und meine Geschichte.‘‘   Gleichzeitig spricht er ihnen zu: ,,Ihr seid nicht schuld- die deutsche Jugend ist nicht schuld am Nationalsozialismus, aber ihr tragt die Verantwortung, dass so etwas nie wieder geschehen darf.‘‘
In den anschließenden Fragerunden stellten die Jugendlichen sehr persönliche Nachfragen: Hatten Sie Angst? Was ist aus ihrer Schwester geworden? Warum gehen sie als über 85-jähriger in deutsche Schulen um ihre Geschichte zu erzählen? Im Anschluss an die Fragerunde signierte er sein Buch. Auch die Veranstalter waren sehr bewegt. Mit dem Film Hitlerjunge Salomon erhalten auch diejenigen die Möglichkeit die Lebensgeschichte von Sally Perel zu sehen, die nicht bei den Zeitzeugengesprächen dabei sein konnten.
Am gestrigen Sternlauf der Evangelischen Jugend nahmen rund 950 Jugendliche teil. Nach dem Film ziehen alle Sternläufer durch die Hagener Innenstadt vorbei an den Stolpersteinen, die an diesem Jahr dem Sternlauf auch das Motto gegeben haben: Un-Übersehbar. Die Stolpersteine in der Hagener Innenstadt weisen auf  Hagener Bürgerinnen und Bürger hin, die als Juden aus Hagen vertreiben oder umgebracht worden sind. Jugendliche der evangelischen Jugend und der Hauptschule Remberg haben Figuren gestaltet, die unter der Überschrift Unübersehbar auf die Stolpersteine hinweisen. Am frühen Abend schloss sich der Schweigemarsch vom Nassau-Platz zur Synagoge mit anschließender Gedenkveranstaltung im Ratsaal des Rathauses an.

 

 

SV Gedenkstättenfahrt 2010

 

Die diesjährige Gedenkstättenfahrt der SV führte uns von Freitag dem 29.10. bis Sonntag dem 31.10.2010 in die Emslandlager und die Alte Pathologie in Wehen. Wie auch in den letzten Jahren wurde diese Fahrt in Kooperation mit der NaturFreunde-Jugend NRW durchgeführt.

Nach der Ankunft am Freitag Nachmittag haben wir uns mit Hilfe von Dokumentationen und einem Vortrag über die Geschichte des Emslandes auf die Auseinandersetzung mit den in den sogenannten Emslagern begangenen Verbrechen der Nazis an politischen Gegnern, hier insbesondere Kommunisten und Sozialdemokraten, und den sowjetischen Kriegsgefangenen vorbereitet.
Am Samstag besuchten wir das Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) und haben uns dort einen Vortrag von Kurt Buck über die 15 Arbeitslager im Emsland angehört und mit ihm über die Besonderheiten der Emslandlager diskutiert. Anschließend hatten wir die Möglichkeit, uns noch zwei Ausstellungen im DIZ anzusehen. Die erste Ausstellung zeigt Bilder und Kunstwerke, die heimlich von den Gefangenen im KZ gemacht und herausgeschmuggelt wurden. Zumeist sind es Darstellungen des Gefangenenlebens. In der zweiten Ausstellung waren Originalgegenstände aus den Lagern zu sehen, die vor allem die Organisation der Lager veranschaulichten. Das DIZ entstand in den 70er Jahren, die Gründer waren Mitarbeiter der Universität Oldenburg und ehemalige Gefangene. Seitdem kommen viele ehemalige Gefangene, Angehörige und andere Leute zum DIZ. Die ehemaligen Gefangenen erzählen dann ihre eigene Geschichte und geben dem DIZ unbekannte Dokumente und Erinnerungsstücke aus dem KZ-Leben. Diese werden dann im DIZ mit eingearbeitet.
Auf dem Gedenkfriedhof von Esterwegen haben wir einen Kranz niedergelegt. Wir haben ihn an den Gedenkstein von Carl von Ossietzky gelegt. Carl von Ossietzky war im Arbeitslager Esterwegen inhaftiert, 1935 bekam er den Friedensnobelpreis. Die Nazis verweigerten ihm die Entgegennahme des Preises. Carl von Ossietzky starb 1938 in Berlin an den Folgen der KZ-Haft.

 

Nituna M. und Laura K. 

 

Dokumentations- und Informationszentrum (DIZ) Emslandlager, Pappenburg


http://www.diz-emslandlager.de/

 

Carl von Ossietky


http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/OssietzkyCarl/index.html
http://www.carl-von-ossietzky.de/

 

Friedlicher, aber lautstarker Protest zeigt Wirkung

 

Polizei lobt das friedliche Verhalten der Demonstranten

 

05.05.2010

 

Erfolgreich konnten ca. 80 bis 100 Demonstranten, darunter eine Delegation der SV der GE Haspe und ehemaliger SchülerInnen eine Wahlkampfveranstaltung einer Islam-feindlichen Partei (Name wird hier bewusst nicht genannt) stören. Die Wahlkämpfer der Partei, welche durch ihre diskriminierenden und aggressiven Plakate gegen Moscheen und die islamische Religion im allgemeinen eine traurige Berühmtheit im Land NRW erworben hat, wurden schon beim Aufbau ihres Wahlkampfstands lautstark von den Demonstranten begrüßt. Mit Trillerpfeifen und Rasseln machten die versammelten Demonstranten ihren Unmut deutlich. Die Wahlkampfreden gingen so ungehört im Lärm unter. Die stark vertretene Polizei lobte anschließend das disziplinierte und friedliche Verhalten der Demonstranten, die sich auch durch ständige Provokationen und Beleidigungen der Wahlkämpfer nicht von ihren Forderungen nach Gewaltfreiheit, Toleranz, Chancengleichheit und ein friedliches Miteinander aller in Hagen lebenden Menschen abbringen ließen. Nach knapp zwei Stunden Aufenthalt packten die Wahlkämpfer entnervt ihre Sachen und verließen unter dem Jubel der Demonstranten Hagen.