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Leitsätze
Wir setzen in unserer Bildungs- und Erziehungsarbeit auf die Entwicklungsmöglichkeiten unserer Schülerinnen und Schüler.
Lernen vollzieht sich in sozialem Austausch und in der Verständigung mit anderen, deshalb wollen wir an der Gesamtschule Haspe Möglichkeiten entwickeln, in denen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam lernen, Lernergebnisse austauschen und über ihre Lernerfahrungen reflektieren. Dabei streben wir an die spezifischen Sichtweisen und Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern
- unterschiedlicher gesellschaftlicher Herkunft
- unterschiedlicher Nationalität
- unterschiedlichen Geschlechts
aktiv in den Unterricht mit einzubeziehen.
Ein wichtiges Kennzeichen unserer Schule ist die heterogene SchülerInnenschaft: Aus dem Elternhaus und von ihrer Grundschulzeit her bringen unsere SchülerInnen unterschiedliche Vorerfahrungen mit. Wir streben an, dass alle SchülerInnen die in den Lehrplänen beschriebenen grundlegenden Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten erreichen. Wir möchten dabei unterstützen, dass SchülerInnen ihre eigenen Wege gehen, ihre Ziele erkennen und verfolgen sowie in der schulischen Gemeinschaft soziale Pflichten wahrnehmen Deshalb sehen wir es als unsere Aufgabe an, unsere SchülerInnen sowohl in gemeinsamen als auch in differenzierten Lernprozessen mit unterschiedlichen Lehr- und Lernmethoden zu fördern und herauszufordern. Dazu dienen uns
- die verschiedenen Fächer,
- das fächerübergreifende Arbeiten an Themen,
- die Möglichkeit in unseren Wahlpflichtbereichen Fächer selbst auszuwählen,
- die Öffnung von Schule unter Einbeziehung von Experten von außen,
- Freizeitangebote in unserem Ganztagsbereich und
- die Mitwirkung in unserem Schulleben.
SchülerInnen sollen sich aktiv mit bedeutungsvollen Lerninhalten auseinandersetzen können: Wir wollen Lernsituationen so planen, dass SchülerInnen sich selbst Ziele setzen und aktiv werden. Dies kann SchülerInnen motivieren, ihre Leistungsbereitschaft zu erhöhen und Selbstvertrauen zu stärken. Bei der Bewertung von SchülerInnenleistungen wollen wir nicht nur das Lernergebnis, sondern auch den Lernprozess einbeziehen. Dabei berücksichtigen wir sowohl Einzel- als auch Partner- und Gruppenarbeiten.
Heute und in der Zukunft geht es nicht mehr nur um die Anhäufung von (Fach-) Wissen, sondern wesentlich um den Erwerb von Kompetenzen für das lebenslange Lernen. Dazu entwickeln wir Unterrichtsinhalte in den Bereichen:
- Lern- und Arbeitstechniken
- Umgang mit neuen Technologien,
- Zusammenarbeit in Gruppen,
- Verständigung mit anderen.
Wir streben durch unsere schulische Arbeit an, dass die Schülerinnen und Schüler
- sozial,
- ökonomisch
- ökologisch
- kulturell
verantwortlich handeln können. Unser Weg zum verantwortlichem Handeln setzt besonders auf die Öffnung von Schule. Darunter verstehen wir
- Lernorte außerhalb des Schulgeländes selbst zu entwickeln und diese Lernorte in den Unterricht einzubeziehen,
- die Grenzen zwischen Schule und Gemeinwesen, zwischen Schule und Stadtteil, zwischen Unterricht und praktischer Arbeitswelt, zwischen Lernen und Freizeit zu überschreiten,
- Mehrsprachigkeit zu fördern und die Fremdsprachenkompetenz zu erweitern, um nationale und kulturelle Grenzen zu überwinden.
Verantwortlich handeln im sozialen Bereich bedeutet zum Beispiel:
- sich am Klassenrat beteiligen,
- Konflikte gewaltfrei lösen,
- und mit karitativen Organisationen zusammenarbeiten.
Verantwortlich handeln im ökonomischen Bereich bedeutet zum Beispiel:
- in Lehrwerkstätten und in Praktikumsbetrieben arbeiten und die eigenen Berufswünsche klären,
- mit dem Arbeitsamt, Betrieben und Gewerkschaften zusammenarbeiten,
- nachhaltig in eigenen Projekten (z.B. in der Imkerei) wirtschaften.
Verantwortlich handeln im ökologischen Bereich bedeutet zum Beispiel:
- regenerative Energieanlagen selbst betreiben,
- Projekte in Natur und Umwelt durchführen,
- Themen aus Biologie, Chemie und Physik fächerübergreifend behandeln
Verantwortlich Handeln im kulturellen Bereich bedeutet zum Beispiel:
- mit Theatern, Künstlern und Musikern zusammenarbeiten,
- für den Schulzirkus proben und mit ihm auftreten, Sportveranstaltungen, Ausstellung und Theateraufführungen planen und durchführen.
Wir entwickeln die Schule als lernende Organisation mit allen Beteiligten beständig weiter indem wir:
1. Transparenz herstellen: Nur wer durchblickt, ist motiviert.
Transparenz kann nur auf der Basis vertrauensvoller Zusammenarbeit hergestellt werden: LehrerInnen, Eltern und SchülerInnen arbeiten gerne für eine Sache und deren Weiterentwicklung mit, wenn sie über Entscheidungen, Pläne, Absichten und Meinungen umfassend informiert werden, Entscheidungsprozesse nach vollziehen können und gestalterisch an den Prozessen mitwirken können.
2. Kommunikation pflegen: Menschen kennenlernen und verstehen.
Es kommt darauf an, dass alle sich Zeit nehmen und den anderen Zeit geben, um Verständigung über Schule herbeizuführen. Präsent und kommunikabel sein, Platz für Gespräche haben.
3. Qualität entwickeln und sichern: Erfahrungen auswerten und weitergeben.
Positive Erfahrungen mit Unterricht und Schule sichern, beste Lösungen verallgemeinern und horizontalen und vertikalen Austausch ermöglichen. Sich in diesem Prozess über Qualitätskriterien verständigen, neue Probleme erkennen und Lösungen entwickeln. Verhältnis von Aufwand und Ergebnis bedenken, Bürokratismus vermeiden.
4. Kooperation gestalten: Gemeinsame Ziele finden und solidarisch umsetzen.
Sich Zeit nehmen und überzeugen, gemeinsame Werte, Normen und Ziele bewusst machen. Solidarisch Schwierigkeiten offenlegen und Änderungen gemeinsam vornehmen. Beratung statt Kontrolle pflegen, Spielräume für Einzelne lassen.
5. Konflikte demokratisch lösen: Streitkultur entwickeln und tragfähige Entscheidungen treffen.
Konflikten Positionen benennen, die unterschiedlichen Positionen ernst nehmen. Kritik an den jeweiligen Positionen konstruktiv formulieren, so dass die Basis für die weitere Zusammenarbeit gesichert ist. Konflikte austragen, so dass die Beteiligten in angemessener Zeit zu tragfähigen Lösungen kommen und der individuelle Gestaltungsspielraum belassen wird.
6. Organisation effektiv und verantwortlich gestalten: Klare Kompetenzen schaffen und Verantwortung übernehmen.
Die gesamte Schulgemeinde ist verantwortlich für das Ganze. Hier gilt für alle - auch wenn sie gerade nicht zuständig sind - hinsehen und reagieren und nicht wegsehen und ignorieren.
Klare Entscheidungsstrukturen und Verantwortlichkeiten festlegen, dafür Vertretungsregelungen treffen. Verantwortung und Entscheidungskompetenz gehören zusammen.
7. Neue Wege suchen und vor allem finden: Nur wer kreativ ist, schläft nicht ein.
Die traditionelle Stärke der Gesamtschule Haspe muss erhalten werden, Kreativität ist und bleibt das „Hasper Maggi"
